La Mousson Tee Design Blog
Ăber die richtige Zubereitung von Tee
SelbstverstÀndlich soll an dieser Stelle niemandem vorgeschrieben werden, wie er seinen Tee zu trinken hat. Persönlicher Geschmack und individuelle Vorlieben stehen stets an oberster Stelle.
An diejenigen, die ihren Teekonsum noch genussvoller gestalten und aus ihrem Tee das Maximum herausholen wollen, seinen die folgenden Zubereitungshinweise gerichtet.
Ich beziehe mich in meinen AusfĂŒhrungen auf das Buch Tea von Werner F. J. Schmitt, dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Inhaber von King’s Teagarden in Berlin, der mir mit seinen unkonventionellen ErlĂ€uterungen zum Teil wirklich die Augen geöffnet hat.
Es gibt tatsĂ€chlich ein paar Dinge die man tun kann, ein paar Gewohnheiten die man Ă€ndern kann, um ohne groĂen Aufwand einen besseren Tee zu trinken als zuvor. Grundvoraussetzung ist natĂŒrlich ein Tee gehobener QualitĂ€t aber auch diesen kann man so oder so trinken und im schlimmsten Fall auch versauen.
Oft liegt das Problem in der Zubereitung des Tees.
Schmitt verweist auf den chinesischen Dichter Li Chih-lai (Sung-Dynastie, 900-1300), der festgestellt haben soll, dass es in der Welt drei höchst bedauerliche Dinge gĂ€be: das Verderben bester Jugend durch falsche Erziehung, die EntwĂŒrdigung guter GemĂ€lde durch pöbelhaftes Begaffen und die Vergeudung guten Tees durch unsachgemĂ€Ăe Behandlung.
Wir wollen uns heute dem dritten Punkt widmen, Erziehung und Sittenverfall können wir mit Tee leider auch nicht beeinflussen!

ZunĂ€chst einmal sollte Tee in der richtigen Dosierung zubereitet werden. NĂ€here Hinweise dazu findet man bei La Mousson auf jeder Dose SHAMAL, LEVANTE oder HARMATTAN. Diese sind jeweils fĂŒr einen Liter angegeben, lassen sich aber auch bequem fĂŒr die gewĂŒnschte Menge berechnen.
Es sollte nur frisches Wasser verwendet werden, d. h. fĂŒr den ersten Tee am Morgen sollte das Wasser aus dem Hahn eine Weile laufen, weil es sich im Schlauch gesammelt hat und abgestanden ist.
Wir schlieĂen uns der Meinung an, dass Wasser nicht gefiltert werden muss bzw. man gar eine Entkalkungsanlage installieren lĂ€sst, da dies an der QualitĂ€t des Tees nichts Ă€ndert, sondern im Gegenteil, oftmals als Entschuldigung fĂŒr schlechten Tee herhalten muss. Fakt ist, dass der gröĂte Teil des im Wasser enthaltenen Kalks beim Kochen ausfĂ€llt und sich im Wasserkocher oder Kessel als Kalkstein wiederfindet- nicht aber im Tee. Wer nun aber trotzdem groĂe Geschmacksunterschiede fĂŒr sich selbst feststellt, dem sei seine Filteranlage gegönnt.
Kommen wir nun zum kritischsten Punkt. An dieser Stelle muss ganz klar gesagt werden, dass jede Form von EinzwĂ€ngung der TeeblĂ€tter in einen Filter, ein Sieb, Teeei oder Ăhnliches den Teegenuss schmĂ€lert. Dies liegt darin begrĂŒndet, dass Tee sich frei bewegen muss, um sein kostbares und unverwechselbares Aroma entfalten zu können und das wiederum wiederspricht dem Prinzip der oben genannten Hilfsmittel zur Teezubereitung.
Empfehlenswert ist das Zwei-Kannen-System: In einer Kanne wird der lose und frei schwimmende Tee mit sprudelndem Wasser aufgegossen und ziehen gelassen. Ist dieser Vorgang beendet und die Ziehzeit vorbei, wird der Tee durch ein feines Sieb, um die losen BlĂ€tter aufzufangen, in die zweite Kanne gefĂŒllt. Fertig!
Wir geben zu, dass es nachher etwas MĂŒhe macht, die BlĂ€tter wieder aus der Kanne zu entfernen, da liegen die Vorteile eines Siebes auf der Hand, aber ihre Genuss-Sinne werden es ihnen danken, denn das Aroma kommt auf diese Weise viel besser zur Geltung.
Viel Spass beim Ausprobieren!
COMMENTS / 2 COMMENTS
Ingrid added these pithy words on Sep 21 09 at 13:06Ich habe das 2 Kannensystem mal ausprobiert und bin begeistert. Auch geschmacklich macht es sich bemerkbar. Auf jeden Fall zu empfehlen.
Nadine Lips added these pithy words on Sep 21 09 at 13:24Liebe Ingrid, das freut mich zu hören! Viele GrĂŒĂe, Nadine
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