La Mousson Tee Design Blog
Archiv für "Anbaugebiete"
Milch macht müde Männer munter!
Im ĂĽbrigen auch Frauen, aber ich will mich an dieser Stelle nicht an Alliterationen aufhalten, sondern gleich auf das wichtigste Wort in diesem Satz zu sprechen kommen: die Milch.
Heute wird nämlich wieder etwas für die Allgemeinbildung getan und ein Tee unserer kleinen Teefamilie näher beleuchtet: CHINOOK, der Milky Oolong aus China, genauer, aus der chinesischen Provinz Fujian:
Aber jetzt mal zum Anfang, was ist eigentlich ein Oolong? Ăśbersetzt heiĂźt Oolong soviel wie schwarzer Drache und selbstverständlich gibt es auch eine kleine Geschichte, wie es zu diesem Namen kam…die Legende besagt, dass der Besitzer einer Teeplantage so sehr vor einer schwarzen Schlange erschrak, dass er sich erst einige Tage später wieder auf dieselbige traute. Die trocknenden Teeblätter waren bis dahin unbeaufsichtigt geblieben. Als er sich also einige Tage später wieder auf seine Plantage zurĂĽcktraut, sind die Blätter bereits in der Sonne oxidiert. Leicht verzweifelt, gibt er den Blättern noch eine Chance und stellt fest, dass das zufällig entdeckte Getränk ganz groĂźartig schmeckt!
So liegt also die Besonderheit der Oolongs in der Herstellung. Entscheidend ist hierbei das Fermentieren.
Exkurs:
Fermentation
Die Fermentation ist ein Oxidations- und Gärungsprozess des beim Rollen austretenden Zellsaftes. Zur Fermentation wird das Blattgut im Fermentationsraum ca. 10 cm hoch auf Tischen ausgebreitet. In modernen Fabriken wird der Raum mit wasserversprühenden Ventilatoren befeuchtet. Während der Fermentation, die 2-3 Stunden dauert, verfärbt sich das Blatt und nimmt allmählich eine kupferrote Farbe an, die wir beim feuchten Teeblatt beim Aufguss in der Tasse wieder treffen. Der Teamaker muss nun den Stand der Oxidation, sowie den Geruch der feuchten Blätter im Auge behalten, denn davon hängt ganz wesentlich die Qualität des fertigen Tees ab.
Oolongs werden nach der Pflückung nur zu etwa 50% anfermentiert und danach in der Sonne gewelkt. Durch häufiges Wenden des Tees in Bambuskörben, während der Trocknungsphase, entwickelt der Oolong ein mildes Aroma und ein großes, wild gedrehtes Blatt. Streng genommen gehört Oolong somit in die Klasse der halbfermentierten Tees.
Neben der Insel Taiwan, speziell Formosa, ist die chinesische Provinz Fujian die Heimat erstklassiger Oolong-Tees. Von hier stammt auch unser Milky Oolong CHINOOK.
Aber wie kommt nun die Milch in den Tee? Natürlich nicht, indem man sie hineinschüttet, sondern etwas elaborierter: Unmittelbar nach dem Welken werden nämlich die noch feuchten Teeblätter mit Milchdampf erhitzt, wodurch die schöne helle, olivgrüne Blatt- und Tassenfarbe konserviert und der markant cremige Duft erzeugt wird. Im Anschluß wird das Blatt von Hand gerollt und getrocknet.
Das man diese Rarität bei uns im Shop kaufen kann, erwähne ich mal noch ganz beiläufig…viel Genuss, wĂĽnscht La Mousson!
La Mousson macht schlau! #1
Unter diesem Motto stellen wir Ihnen von Zeit zu Zeit unsere Tees en Detail vor. Hier erfahren Sie interessante Infos rund um die Herkunft und Qualität unserer Sorten.
Harmattan – ein Darjeeling aus dem Teegarten Soom.
Darjeeling
Das wohl interessanteste und bekannteste Tee-Anbaugebiet. Es liegt an den Südhängen des Himalaya- Gebirges im Norden von Indien. Um die Stadt Darjeeling liegen die Teegärten in Höhen von bis zu 2.500 m und liefern die edelsten Sorten der Welt.
In den höher gelegenen, kühleren Gebieten wächst der Tee natürlich langsamer, wobei die Teeblätter bei intensiver Sonneneinstrahlung ein sehr blumig-feines und gehaltvolles Aroma entwickeln. Auf diese Weise entsteht der besonders feine und aromatische Charakter.
Die Teeblätter werden in Darjeeling ausschließlich von Hand gepflückt. Das Pflücken erfordert viel Sorgfalt und Geschicklichkeit.
Für 100g Darjeeling-Tee müssen ca. 2000 Blättchen von Hand gepflückt werden.
In anderen Anbaugebiete wird in der gleichen Zeit oft die dreifache Menge geerntet.
Ideale Voraussetzungen also, für eine köstliche Teesorte mit einzigartigem Charakter und Aroma. Darjeeling- Spitzensorten werden sogar als „Champagner unter den Tees“ bezeichnet.
Jeder Darjeeling- Teegarten hat aufgrund verschiedener Faktoren wie seiner Lage in den Bergen, der Bodenbeschaffenheit und dem angebauten Pflanzentyp einen individuellen Charakter.
Der Teegarten Soom
„Soom“ bedeutet in der Sprache der Lepcha „das Dreieck“, welches das Symbol für die Hindu-Göttin des Wohlstands ist. Von den Gipfeln der Berge aus gesehen, erinnert diese Plantage an ein „Y“. Der Teegarten Soom wurde vor über 120 Jahren angelegt, wobei die oberen Lagen der Pflanzungen aus reinen Chinapflanzen und Chinahybriden bestehen.









